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Meine Hamamelis (Zaubernuss) blüht! Die Blüte ist  sozusagen der  Startschuss dass ich mit meinen Gartenarbeiten loslegen kann. 

Keine Panik – überall bekommst du Tipps was dringend zu tun wäre – es kommt alles noch gut zurecht.

Häufig gehen die Tippgeber von Verhältnissen in klimatisch begünstigten Regionen aus.   Dort ist die Natur einfach schon einige Wochen weiter als hier bei mir in der Oberlausitz oder auch  in deinem Garten. 

Meine wichtigsten Werkzeuge für die anfallenden Gartenarbeiten sind:

 Freischneider, ein Fächerbesen (auch Kratzbesen, Laubbesen genannt), die Gartenschere (Rosenschere), Hacke, Spaten und Schubkarre. 

Im Herbst lasse ich jedes Jahr alle Gräser und Stauden komplett auf den Beeten zurück. Dadurch behält der Garten seine optische Struktur. Und es gibt nichts Schöneres als im Spätherbst die Spinnweben im Morgentau glitzern zu sehen. Oder wenn sich gar der erste Raureif darüber legt – ich komme aus dem Schwärmen gar nicht heraus.  🤩🕸

Ein viel wichtigerer Aspekt als die schöne Optik  ist der, dass eine ganze Menge Insekten  die abgestorbenen bzw. absterbenden Pflanzenteile als Winterquartier nutzen. Deshalb kommen bei mir alle Pflanzen-Rückstande nach dem Entfernen  ungehäckselt auf die Grünhalde, damit alle Tierchen in Ruhe ausschlafen können. 

Außerdem habe ich noch einen praktischen Grund- du wirst mich bestens verstehen falls du auch Ü50  bist. Durch die Fröste während des Winters werden die alten Pflanzenteile meist morsch und lassen sich viel leichter entfernen als im Herbst. Ich muss mich also seltener und weniger intensiv bücken. 😉

Zuerst befreie ich den gesamten Garten von den Überresten der Gräser und Stauden mit dem Freischneider. Das geht schnell, spart Zeit und Kraft.  Mit der Gartenschere korrigiere ich dann lediglich beim Feintunig.

Der Fächerbesen hilft dir anschließend  alle Pflanzen bequem von Überresten des Vorjahres befreien. 

In dieser Reihenfolge gehe ich dann zu Werke: 

  1. BÄRLAUCH
  2. PAEONIEN
  3. HIMBEEREN
  4. STAUDENBEETE
  5. RABATTEN

Mein BÄRLAUCH-Vorkommen befindet sich an der Südseite und du kannst gut  die ersten Blattspitzen zu erkennen.
Wenn du da spät dran bist, verletzt du die zarten Blätter erheblich. Und es duftet beim Arbeiten schon sehr lecker.

Bald kann ich den ersten Frühlings – Kartoffelsalat machen!  😋
Keine Sorge – ich werde das Rezept mit dir teilen!

Als nächstes kommen meine PAEONIEN (Pfingstrosen) an die Reihe.
Die Zeit bis zur Blüte vergeht schnell und die Austriebe (vor allem wenn du frühe Sorten besitzt)  sind ähnlich wie beim Bärlauch rasch empor gewachsen sowie entsprechend verletzlich.

Auch die HIMBEEREN habe ich mit dem Freischneider bearbeitet.   Ich rücke bei dieser Gelegenheit auch gleich einigen hartnäckigen Unkräutern  mit der Hacke zuleibe.

Das funktioniert in diesem Vegetationszustand am komfortabelsten. 

Der umfangreichste Teil aller meiner Gartenarbeiten im Vorfrühling besteht darin, die STAUDENBEETE wieder in Schwung zu bringen.

Ich gehe nach dem gleichen  Prinzip wie oben beschrieben vor.  

 Wenn ich dann auch noch die RABATTEN vor meiner Haustür im Griff habe, ist erst einmal viel geschafft. 

Ich liebe es wenn die ersten Primelchen Farbe  zeigen und meine Lenzrose am Aufblühen ist. 

Nach dem groben Schnitt und dem Entfernen des ganzen Gestrüpps geht es dann an die Feinarbeiten, vorsichtig (wo es sich anbietet) bringe ich dann mit Hacke und Gartenschere meine Pflanzen und Beete komplett  in Ordnung. 

Aber: Garten darf Garten bleiben – Perfekt ist Unperfekt!
Ein vergessenes Unkraut ist  kein Beinbruch!!!!!!!!!!!!!

Welche Gartenarbeiten sind noch zu erledigen?

Rosen und andere empfindliche Gehölze behalten noch ihren Winterschutz – den entferne ich erst wenn sich die Temperaturen wirklich konstant frühlingshaft eingestellt haben- meist so Mitte bis Ende März.

Übrigens haben meine Hortensienknospen durch die Fröste der vergangen Tage leider wieder einen Treffer abbekommen.

 Außer den Arbeiten an meinen Beeten nehme ich noch die eine oder andere Korrektur an Obstbäumen oder  anderen Gehölzen vor, aber ehrlich gesagt – das vernachlässige ich manchmal ganz schön. 

Erst ab Mitte März beginne ich mit der Aussaat meiner Blumen – und Gemüsepflanzen im Gewächshaus,  dies staffelt sich zeitlich je nach Art bis Mitte April.